Kategorie: Lesung

Freitag, 11. September 2026, 20:00

Viktor Hoffmann

Neue Texte mit Konzert

Wir freuen uns auf seine zweite Lesung mit Konzert im Uferhaus!

Weiter Infos folgen.

Viktor Hoffmann
Lesung mit Konzert

Freitag, 11. September 2026, 20 Uhr

(Einlass ab 19:30 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Kein Bild verfügbar
Freitag, 8. Mai 2026, 19:30

Gesichter der Liebe

Märchenabend mit Antje Kernbach


Die Erzählkünstlerin Antje Kernbach entführt die Zuhörenden in die Welt der Märchen und begibt sich mit ihnen auf eine Reise in das Reich der Phantasie und inneren Bilder.

In einem tschechischen Märchen liebt die Tochter ihren Vater wie Salz und muss zur Strafe ihre Heimat verlassen. In einem anderen hat der Bucklige eine Schwanendame als heimliche Liebschaft, die allerdings nichts von ihm wissen will. Und wieder in einem anderen Märchen hoch aus dem Norden opfert die Meerfrau ihr Seehundfell und erleidet Verlust und Wiedergeburt.

Die drei Zaubermärchen werden von Antje Kernbach frei erzählt und von Harfenmusik begleitet.

Für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren.

Gesichter der Liebe
Märchenabend mit Antje Kernbach

Freitag, 08. Mai 2026, 19:30 Uhr

(Einlass ab 19 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Bild von Gesichter der Liebe
Freitag, 27. März 2026, 19:00

Gegen den Wind atmen. Texte aus und von politischen „Extremwetterlagen“

Musikalische Lesung mit Manja Präkels und 
Benjamin Hiesinger

Ich stehe am Ufer der vereisten Oder. Atme. Ein. Ein. Ein. Bekomme die Luft nicht wieder aus den Lungen gedrückt. Stattdessen kreist weiter die Frage eines Schülers in meinem Kopf: ›Frankfurt lag in der DDR?‹ Mit echtem Erstaunen in seinem Blick. Mein Körper erinnert sich an einen dieser Fahnenappelle im Winter. Gesenkte Köpfe. Angst vor einem Tadel. Auch vor Lob. Die erlösende Klingel. Ausatmen. Aus. Aus. Die Oder fließt ins Baltische Meer. Meine Gedanken folgen den Fischen durch Raum und Zeit.

Im „Superwahljahr“ 2024 startete ein außergewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt. Mit Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault schickte die Universität Leipzig drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ aus, um im Umfeld der Landtagswahlen die Stimmung in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen.

Manja Präkels besuchte dafür gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg, Tina Pruschmann fuhr mit dem Fahrrad in entlegene Regionen im sächsischen Erzgebirge und Barbara Thériault heuerte als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung an, während Projektleiter Alexander Leistner mentale Entwicklungslinien in Ostdeutschland in den Blick nahm, deren Anfänge teils noch vor 1989 zu verorten sind.



Das daraus entstandene Buch „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“ (Verbrecher Verlag, 2025) versammelt viele der so entstandenen Texte über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen.



In Begleitung ihres Bandkollegen Benjamin Hiesinger am Kontrabass stellt Manja Präkels das Buch nun im Uferhaus im Uferwerk vor. Dabei liest und singt sie auch weitere literarische Texte, die bei ihren Recherchefahrten durch Brandenburg entstanden.



Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, lebt als freie Autorin, Komponistin und Sängerin der Band Der Singende Tresen in Berlin. Ihr in mehrere Sprachen übersetzter Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag) wurde u.a. mit dem Anna Seghers Preis 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.



Benjamin Hiesinger, 1980 in Memmingen geboren, lebt als Musiker und mehrfach ausgezeichneter Komponist in Berlin. Seit 2005 ist er festes Mitglied von Manja Präkels Band Der Singende Tresen.

www.gedankenmanufaktur.net

Gegen den Wind atmen. Texte aus und von politischen „Extremwetterlagen“
Musikalische Lesung mit Manja Präkels (Texte, Ukulele, Gesang) und 
Benjamin Hiesinger (Kontrabass)

Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr
(Einlass 18:30 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Eine Veranstaltung des Aktionsbündnis Weltoffenes Werder in Kooperation mit dem Uferhaus im Uferwerk. Gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.

Bild von Gegen den Wind atmen. Texte aus und von politischen „Extremwetterlagen“
Freitag, 6. Februar 2026, 20:00

Le Feu oder der Aufbruch

Lorna Johannsen und Jobst Heitzig

Lorna Johannsen und Jobst Heitzig lesen aus dem dritten Teil ihrer Telegrafenbergkrimi-Reihe um den queeren Mathematiker Dr. Luzian Keller.

Das Potsdamer Wissenschaftsmilieu ist Ausgangspunkt der Kriminalfälle, in die er und eine Gruppe sehr verschiedener Menschen verwickelt werden. Schwarmintelligenz findet noch immer eine Lösung. Erkenntnisse der Klimafolgenforschung sind ebenso Teil der Krimis wie Aspekte queeren Lebens in Brandenburg und anderswo. Nicht jeder, der auftaucht, ist real, nobody is perfect, kein Grund für Keller, aufzugeben. Hilfe kommt von unerwarteter Seite, auch Killer haben Gefühle.

Im dritten Teil der Reihe arbeitet Luzian Keller zwar immer noch auf dem Telegrafenberg, aber ein Forschungsprojekt führt ihn bis nach Marseille, dort brennen im Umland nicht nur die Pinien. In Potsdam schlugen Keller Flammen des Hasses entgegen, schwul und aktiv zu sein ist inzwischen brandgefährlich. Keller ergreift seine Chance, von der Bildfläche zu verschwinden, raus aus der Gefahrenzone, und gerät an andere Brandherde als er erwartet.

Lorna Elijahu Johannsen, nonbinär, an der Elbe geboren, seit den neunziger Jahren mit Lebensmittelpunkt in Berlin, mit Spielbein in Wien, Wittstock und Marseille, hat die Drehbuchschreiberei erlernt und schreibt Romane, Krimis, Geschichten für Kinder und Lyrik.

Jobst Heitzig ist Mathematiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und forscht zur langfristigen Entwicklung von Natur und Gesellschaft, zu komplexen dynamischen Systemen, zu Möglichkeiten für kooperatives Handeln, und daran, wie man künstliche Intelligenz sicher machen kann.

Weitere Infos zur Reihe auf der Seite des Verlags.

Le Feu oder der Aufbruch
Lesung mit Lorna Johannsen und Jobst Heitzig

Freitag, 6. Februar 2026, 20 Uhr
(Einlass 19:30 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Bild von Le Feu oder der Aufbruch
Freitag, 12. Dezember 2025, 19:30

Magische Winternächte

Geschichten-Abend mit Antje Kernbach

Lauscht den alten Mythen und Märchen, die von der dunkelsten Zeit des Jahres erzählen. In dieser Zeit erschienen geheimnisvolle Wesen, die nicht von dieser Welt stammten. Manche wurden mit großen Vorbereitungen empfangen, wie die „Hohe Frau“, die das Leben der Menschen erneuern sollte. Oder es ließ sich ganz unerwartet die „Heilige Lucia“ blicken und erfüllte einen Wunsch. Immer wieder hatten die Schicksalsgöttinnen ihre Finger im Spiel, auch wenn sie als Spinnerinnen daher kamen.

Taucht in die vielschichtigen Bilder ein und lasst Euch von der Erzählkünstlerin Antje Kernbach verzaubern.

Für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren.

Magische Winternächte

Geschichten-Abend mit Antje Kernbach

Freitag, 12. Dezember 2025, 19:30 Uhr

(Einlass ab 19 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Bild von Magische Winternächte
Sonntag, 9. November 2025, 15:00

Stolpersteine der Familie Fleck

Erinnern & Gedenken an die Novemberpogrome

Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November lädt das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder zu einem öffentlichen Gedenken an den Stolpersteinen der Familie Fleck ein. Das Ehepaar Oscar und Margarete Fleck lebte mit ihren Söhnen Werner und Heinrich von 1930 bis 1940 in der Nachbarschaft des Uferwerks am Zernsee in Werder (Havel).

Während der Novemberpogrome 1938 wurden im ganzen Land Synagogen, jüdische Friedhöfe, Geschäfte und Wohnungen jüdischer Menschen von den Nazis überfallen. Hunderte Jüdinnen und Juden wurden ermordet und zehntausende in Konzentrationslager deportiert. Auch in Werder waren rund um den 09.11.1938 NS-Schlägertrupps mit Äxten bewaffnet unterwegs und drangen in zahlreiche Wohnungen und Geschäfte ein, bedrohten jüdische Menschen und hinterließen eine immense Verwüstung. Diese gewaltsamen Übergriffe markierten den Übergang von der Diskriminierung jüdischer Menschen ab 1933 hin zu ihrer systematischen Enteignung, Vertreibung und schließlich Ermordung.

Am 11. November 1938 drangen sieben Männer, mit Feuerwehräxten bewaffnet, um 6 Uhr früh auch in die Villa der Familie Fleck am Zernsee ein. Sie warfen die Familienmitglieder aus den Betten und zertrümmerten systematisch die Einrichtung. Die Söhne wurden an diesem Tag im Vorortzug von Werder nach Berlin von Mitschülern so verprügelt, dass sich Werner davon körperlich und seelisch nie mehr erholen konnte.

Von der Familie überlebte allein Heinrich Fleck in London die Verfolgung, indem er kurz vor Kriegsbeginn mit einem Kindertransport nach England kam. Oscar Fleck kam 1940 ins KZ Sachsenhausen, erkrankte dort schwer und starb kurz nach seiner Entlassung. Margarete Fleck wurde 1943 nach Theresienstadt verschleppt und ein Jahr später nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihr Sohn Werner Fleck wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.

An den 2023 verlegten Stoplersteinen der Familie Fleck vor ihrem heute nicht mehr existierenden Wohnhaus in der Straße Am Zernsee 5 gedenken wir 14:30 Uhr ihrer Verfolgung und Ermordung. Im Anschluss erinnern wir um 15 Uhr im Uferhaus bei einer Lesung, Musik und Gespräch an die Familie und an den in diesem Jahr verstorbenen Holocaust-Überlebenden Walter Frankenstein.

Mehr Informationen über die Familie Fleck und weitere Jüdische Schicksale in Werder finden sich hier: www.juedische-schicksale-werder.de/familie-fleck

Stolpersteine der Familie Fleck
Erinnern & Gedenken an die Novemberpogrome

Sonntag, 09. November 2025, 15 Uhr
(14:30 Uhr Gedenken an Familie Fleck, Am Zernsee 5)

Bild von Stolpersteine der Familie Fleck
Freitag, 23. Mai 2025, 20:00

Alexander Delphinov

präsentiert seine deutschen Bücher

⁨Seit Jahren gehört der Dichter, Prosaist und Spoken-Word-Artist Alexander Delphinov zu den wichtigsten zeitgenössischen, russischsprachigen Poeten. 1971 in Moskau geboren, lebt er seit 2001 in Deutschland. 2009 gründet er in Berlin den unabhängigen Kulturcluster PANDA platforma mit. 15 Bücher sind bereits von ihm auf Russisch erschienen. Vor kurzem wurden endlich zwei Bücher auf Deutsch veröffentlicht: „Der verborgene Fluss” und „Smirnovs Ausnahmefall”. Aus beiden Büchern trägt Delphinov an diesem Abend Auszüge vor.

Nach der Lesung hoffen wir auf eine Diskussion über moderne Literatur und die translinguale Kultur. Fragen (und Antworten) aus dem Publikum sind jederzeit willkommen.

http://delphinov.net

Alexander Delphinov
präsentiert seine deutschen Bücher

Freitag, 23. Mai 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Alexander Delphinov während seiner Lesung im Uferhaus im Uferwerk am 23. Mai 2025 mit Publikum. Foto: Mirko Kubein
Alexander Delphinov während seiner Lesung im Uferhaus im Uferwerk am 23. Mai 2025 mit Publikum. Foto: Mirko Kubein

Weitere Infos zu den Büchern:

Der verborgene Fluss
Tweeback Verlag (2023)
Von Kapitel zu Kapitel werden die Leser:innen in einen Mikrokosmos einbezogen, der exemplarisch die Gesellschaft der späten Sowjetunion schildert. Dieselben Figuren kehren in wechselnden Konstellationen immer wieder, so dass dieser Reigen insgesamt romanhafte Züge annimmt: realistisch, surrealistisch, magisch realistisch, mit phantastischen Zügen, abwechslungsreich wie das Leben selbst.
https://tweeback.com/katalog/verborgene-fluss

Smirnovs Ausnahmefall
hochroth Berlin (2024)
Vieles dreht sich darin um die autofiktionale Figur Smirnov: seine von Gewalterlebnissen gezeichnete Kindheit in der späten Sowjetunion, sein Leben mit psychiatrischen Diagnosen, sein ironisch gebrochener Umgang mit Identitätsfragen. Doch es sind auch viele anderen Stimmen zu hören – der Putinversteher Michael schwärmt von »geilen Bars« in St. Petersburg, ein prophetischer Taxifahrer sieht die Welt in Flammen aufgehen, ein grotesker Chor von Besuchern des Rossija-Supermarkts tritt ein.
https://www.hochroth.de/8835/alexander-delphinov-smirnovs-ausnahmefall/⁩

Bild von Alexander Delphinov
Freitag, 20. Juni 2025, 20:00

Hajo Mader

Umwelt-Krimis eines Glindowers

Sein Berufsleben hat der promovierte Biologe Hajo Mader dem Naturschutz vor allem in Brandenburg gewidmet. Seine Beratertätigkeiten führten ihn aber auch nach Paraguay, Kasachstan, Algerien und immer wieder China, vor allem nach Tibet. Geprägt von diesen Erfahrungen und ausgestattet mit einem Blick für die Verletzlichkeit der Natur geht es in seinen Romanen um die Konflikte zwischen Umweltschutz und den alles beherrschenden Wirtschaftsinteressen. 

Der Roman „Rote Krähen im Tibet“ (2015) versucht das China unserer Tage zu erfassen – seine Geschichte, seine Unzulänglichkeiten, die Sanftmut der tibetischen Bergbewohner im Kontrast zur Brutalität und Korruption der chinesischen Behörden. Ein Verbrechen zerstört das Leben einer jungen, erfolgreichen Frau. Sie rächt sich und muss fliehen. Das ist die kürzeste denkbare Inhaltsbeschreibung. Aber das Leben ist voller Vielfalt und Überraschungen. Die Götter der Berge sind allgegenwärtig, Mönche treiben ein undurchsichtiges Spiel, ein Bus stürzt ins Tal, voll besetzt mit tibetischen Bergarbeitern und der verzweifelte Großvater der jungen Frau greift zur Waffe, die er als kleiner Junge in den Bergen gefunden hatte.
 
Hajo Mader, geboren 1944 in Bad Homburg, lebt seit vielen Jahren in Glindow und liest uns aus seinem Roman vor.

http://hajomader.de/

Hajo Mader
Umwelt-Krimis eines Glindowers

Freitag, 20. Juni 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Bild von Hajo Mader
Sonntag, 14. September 2025, 19:30

Sonja Hartwig „Wer bist du, Tod?“

mit der Autorin Sonja Hartwig

Hast du was gemacht, das einen Sinn hatte? Oder hast du nur im Büro gesessen und Listen ausgedruckt?

In einer Welt, in der alles unsicher ist, gibt es eine einzige Gewissheit, die wir haben: Alles, was lebt, wird sterben. Der Tod ist das immer gleiche Ergebnis nach egal welchem Leben. Niemand kann behaupten, er habe nichts gewusst.

Also reden wir darüber!, findet die Autorin Sonja Hartwig und erzählt in „Wer bist du, Tod?“ Geschichten von Leben. Sie hat acht Menschen, die wussten, dass sie bald sterben werden, intensiv in ihrer letzten Zeit begleitet. Auf die Frage nach dem Tod geben sie individuelle, intime Antworten – ein Kanon, der schonungslos ist, schmerzvoll, zart, tiefgründig und lebensverändernd.

Wir freuen uns, Sonja Hartwig, die seit Kurzem mit ihrer Familie in Werder lebt, zu dieser Lesung begrüßen zu können.

https://wer-bist-du-tod.de/

Wer bist du, Tod?
Lesung mit der Autorin Sonja Hartwig

Sonntag, 14. September 2025, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)

Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!

Bild von Sonja Hartwig „Wer bist du, Tod?“

Uferhaus, das Gemeinschaftshaus in der Uferwerk eG.