Was los!?
Hier begegnen sich Menschen, passieren unverhofft Dinge, entstehen Gespräche und Ideen
Das Uferhaus ist das gemeinsame Wohnzimmer aller Bewohner:innen der Uferwerk eG. Allein deshalb ist hier immer was los!
Wir nutzen das Gebäude für unsere Treffen zur Selbstverwaltung (Plena, AGs), für private Feste, gemeinsame Essen und Filmabende. Und regelmäßig laden wir die Nachbarschaft wie neugierige Besucher:innen gleichermaßen zu offenen Veranstaltungen aller Art ein.
Bei Konzerten, Lesungen oder Vorträgen entsteht so ein Ort des Austauschs und der Inspiration für ein diverses Publikum.
Um zu unseren Veranstaltungen eingeladen zu werden, tragt euch gern hier in unsere Mailingliste ein (bitte nur mit vollem Namen!).
Kommendes
In Halberstadt geboren, lebt und studierte Johannes Wasikowski seit 2016 in Leipzig. Neo-Klassik nennt man die zeitgenössische Klaviermusik des Komponisten und Pianisten. Etwas zwischen Klassik, Jazz und Ambient-Pop.
Johannes Wasikowski spielt auf seinem Debüt-Album TAUMORGEN wunderbar sparsame melodische Figuren, die den Hörer aus der Zeit regelrecht herauskatapultieren. Dem Pianisten gelingen diese Miniaturen zwischen Spätromantik und Impressionismus in einer gewissen Eleganz, die zugleich etwas abwesendes und sehr persönliches vermitteln, als sei das Intonierte aus einer anderen Welt. (Kulturkomplott)
Inspiriert von Musikern wie Nils Frahm, Hania Rani und Tigran Hamasyan sind seine Kompositionen voller Klarheit. Introvertierte Schätze. Landschaften zum Hören. Wasikowski bringt mit seiner herausragenden Technik, Spielfreude und Kompositionstiefe eine neue Dimension in das Soloklavier-Genre und zeigt, dass durchaus noch Einiges hinzuzufügen ist. Seit 2023 geht Wasikowski regelmäßig mit seinem Programm auf Tour und begeisterte ein Publikum in Deutschland, Polen, Spanien, Italien und Frankreich.
Wir sind nun sehr gespannt auf sein erstes Konzert im Uferhaus im Uferwerk.
Johannes Wasikowski
Neo-Klassik aus Leipzig
Freitag, 29. Mai 2026, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Chris Rubart ist 1956 geboren und heute ein, wie er sagt, demokratie-politischer Liedermacher aus Oldenburg. Die Welt-Ereignisse der letzten Jahre und die antidemokratischen Tendenzen in Deutschland brachten den seinerzeit vollzeitarbeitenden Sozialarbeiter dazu, seine rudimentären Gitarrenkünste aufzufrischen und selbst politische Lieder zu gestalten.
2016 veröffentlichte er unter dem Projektnamen Trubartic - Lieder gegen Menschenverachtung seine ersten Videos bei YouTube und Facebook. Daraus entstand 2023 eine CD mit 14 Songs, die er seitdem kostenfrei auf Hutkonzert-Touren durch Deutschland verteilt. Auf seiner aktuellen Tournee stellt er nun sein zweites Album vor, mit dem Titel „Oma schickt mich!". Drei der enthaltenen Lieder haben einen direkten Bezug zur zivilgesellschaftlichen Initiative Omas Gegen Rechts.
Trubartic nimmt in klassischer Liedermacher-Tradion kein Blatt vor den Mund. Sehr deutlich singt er Lieder gegen Krieg, gegen Diktaturbrutalismus, gegen Nationalismus, gegen Rassismus, gegen Sexismus, gegen Antisemitismus, gegen politischen und religiösen Fanatismus, gegen internationale Armutsförderung, gegen Klimawandelleugnung, gegen Sozialstaatsabbau, gegen Menschen- und Umweltverachtung.
Er singt aber genauso auch für Frieden, für Nächstenhilfe, für Solidarität, für Demokratie, in Verantwortung für die nächsten Generationen und unseren wundervollen Planeten.
Hier geht es zu seiner Webseite.
Auf Einladung der Omas Gegen Rechts Werder (Havel) kommt Trubartic erstmals ins Uferhaus im Uferwerk.
Trubartic
Lieder von mutigen Menschen und besseren Zeiten
Freitag, 05. Juni 2026, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Vergangenes
Während die Seen voller und die Motoryachten größer werden, geraten die Ökosysteme unter Druck. Die Frage, wie nachhaltig der Motorbootverkehr auf der Havel ist, stellen sich immer mehr Anwohner:innen.
Das Bündnis Zernsee lädt zur Vorstellung der bundesweiten SuBoLakes-Studie (Sustainable Boating on Lakes) ein. Der Gewässerökologe und Mitautor Dr. Ralf Köhler präsentiert die Studie und diskutiert mit dem Publikum über ökologische Belastungen durch Motorbootverkehr in Werder (Havel), planetare Grenzen und Postwachstum.
Weitere Infos und die Ergebnisse der Studie: www.subolakes.de
Eine Veranstaltung des Bündnis Zernsee (Stadt-Land.Move, NABU Ortsgruppe Werder und der Verein für Landschaftspflege Potsdamer Kulturlandschaft e.V.).
Motorbootverkehr im Fokus
Vortrag und Diskussion zum SuBoLakes-Projekt
Dienstag, 12. Mai 2026, 18 Uhr
(Einlass ab 17:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Die Erzählkünstlerin Antje Kernbach entführt die Zuhörenden in die Welt der Märchen und begibt sich mit ihnen auf eine Reise in das Reich der Phantasie und inneren Bilder.
In einem tschechischen Märchen liebt die Tochter ihren Vater wie Salz und muss zur Strafe ihre Heimat verlassen. In einem anderen hat der Bucklige eine Schwanendame als heimliche Liebschaft, die allerdings nichts von ihm wissen will. Und wieder in einem anderen Märchen hoch aus dem Norden opfert die Meerfrau ihr Seehundfell und erleidet Verlust und Wiedergeburt.
Die drei Zaubermärchen werden von Antje Kernbach frei erzählt und von Harfenmusik begleitet.
Für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren.
Gesichter der Liebe
Märchenabend mit Antje Kernbach
Freitag, 08. Mai 2026, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Erinnerungen an Irland und Lateinamerika... from long ago and far away.
Der Musiker Patricio Zeoli wurde in Argentinien geboren, wuchs in Irland auf und lebt seit Längerem in Deutschland. Dieser vielfältige Lebenslauf hat seine künstlerische Entwicklung entscheidend geprägt. Als ehemaliger Student von Abel Carlevaro, Carlo Domeniconi und Eduardo Fernandez, hat er Europa und Nord- wie Südamerika bereist und trat dort als Gitarrist bei zahlreichen Festivals und Musikveranstaltungen auf.
Im Uferhaus im Uferwerk nimmt uns Patricio auf eine Reise durch die irische Musik der letzten drei Jahrhunderte und dem Erbe Lateinamerikas mit.
Seine Musik findet sich auf den bekannten Streaming-Plattformen.
Patricio Zeoli
Klänge der Welt mit Gitarre
Freitag, 24. April 2026, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Ich stehe am Ufer der vereisten Oder. Atme. Ein. Ein. Ein. Bekomme die Luft nicht wieder aus den Lungen gedrückt. Stattdessen kreist weiter die Frage eines Schülers in meinem Kopf: ›Frankfurt lag in der DDR?‹ Mit echtem Erstaunen in seinem Blick. Mein Körper erinnert sich an einen dieser Fahnenappelle im Winter. Gesenkte Köpfe. Angst vor einem Tadel. Auch vor Lob. Die erlösende Klingel. Ausatmen. Aus. Aus. Die Oder fließt ins Baltische Meer. Meine Gedanken folgen den Fischen durch Raum und Zeit.
Im „Superwahljahr“ 2024 startete ein außergewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt. Mit Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault schickte die Universität Leipzig drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ aus, um im Umfeld der Landtagswahlen die Stimmung in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen.
Manja Präkels besuchte dafür gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg, Tina Pruschmann fuhr mit dem Fahrrad in entlegene Regionen im sächsischen Erzgebirge und Barbara Thériault heuerte als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung an, während Projektleiter Alexander Leistner mentale Entwicklungslinien in Ostdeutschland in den Blick nahm, deren Anfänge teils noch vor 1989 zu verorten sind.
Das daraus entstandene Buch „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“ (Verbrecher Verlag, 2025) versammelt viele der so entstandenen Texte über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen.
In Begleitung ihres Bandkollegen Benjamin Hiesinger am Kontrabass stellt Manja Präkels das Buch nun im Uferhaus im Uferwerk vor. Dabei liest und singt sie auch weitere literarische Texte, die bei ihren Recherchefahrten durch Brandenburg entstanden.
Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, lebt als freie Autorin, Komponistin und Sängerin der Band Der Singende Tresen in Berlin. Ihr in mehrere Sprachen übersetzter Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag) wurde u.a. mit dem Anna Seghers Preis 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.
Benjamin Hiesinger, 1980 in Memmingen geboren, lebt als Musiker und mehrfach ausgezeichneter Komponist in Berlin. Seit 2005 ist er festes Mitglied von Manja Präkels Band Der Singende Tresen.
Gegen den Wind atmen. Texte aus und von politischen „Extremwetterlagen“
Musikalische Lesung mit Manja Präkels (Texte, Ukulele, Gesang) und
Benjamin Hiesinger (Kontrabass)
Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr
(Einlass 18:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Eine Veranstaltung des Aktionsbündnis Weltoffenes Werder in Kooperation mit dem Uferhaus im Uferwerk. Gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.
Seit Ende 2024 ist die Uferwerk eG Teil des Forschungsprojekts Bestand gemeinschaftlich nutzen – Perspektiven für Familien (BegeFa). In dieser Kooperation des Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) und der Professur für Urban Design der Technischen Universität München (TUM) wird einerseits erforscht, wie Familien ihren Alltag zwischen Erwerbsarbeit, Carearbeit und Gemeinschaftsleben gestalten – und welche Rolle das gemeinschaftliche Wohnen dabei spielt.
Untersucht werden andererseits auch die Potenziale und Hemmnisse der gemeinschaftlichen Aktivierung und Umnutzung von Bestandsgebäuden unterschiedlicher Bauperioden und Typologien in Deutschland. Welchen Beitrag leisten diese zur Bauwende im Kontext der Klimakrise und welche Möglichkeiten bieten kleinteilige Nutzungsmischung, etwa die Verbindung von Wohnen und Arbeiten oder Sharing-Angebote für Familien?
Zudem interessiert die Forscherinnen auch die Perspektive der Kinder und Jugendlichen: Wie erleben sie das Aufwachsen in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt? Welche Beteiligungsmöglichkeiten haben sie? Und wie nehmen sie ihre arbeitenden Eltern im Wohnprojekt wahr?
Im Mittelpunkt der Forschung stehen Wohnprojekte, die bestehende Gebäude – etwa ehemalige Gutshöfe, Industriegebäude oder Klöster – gemeinschaftlich umbauen und neu beleben und neben Wohnräumen auch weitere Nutzungen wie Werkstätten, Ateliers, Co-Working, Landwirtschaft, Kinderbetreuung realisieren.
Im Herbst 2025 erschienen die Ergebnisse des ersten Teils der Studie. Hier zu finden: BegeFa-1: Ergebnisse einer explorativen Studie
Wir freuen uns, dass wir zur Vorstellung und Diskussion dieses Zwischenstands die drei Forscherinnen Lisa Abbenhardt, Elena Knuth-Pollok und Nele Ziegler aus München an diesem Abend im Uferhaus im Uferwerk begrüßen können. Nach einem Rückblick auf die bisherigen Erkenntnisse, geben die drei auch einen Ausblick auf den zweiten Teil der Untersuchungen, für den das Uferwerk als eines von vier bundesweiten Fallbeispielen ausgewählt wurde.
Eingeladen sind alle, die sich für das Leben in Wohnprojekten interessieren oder sogar selbst Erfahrungen beisteuern können!
Bestand gemeinschaftlich nutzen – Perspektiven für Familien?
Diskussion eines Forschungsprojekts von TUM und DJI
Freitag, 20. März 2026, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.