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Chris Rubart ist 1956 geboren und heute ein, wie er sagt, demokratie-politischer Liedermacher aus Oldenburg. Die Welt-Ereignisse der letzten Jahre und die antidemokratischen Tendenzen in Deutschland brachten den seinerzeit vollzeitarbeitenden Sozialarbeiter dazu, seine rudimentären Gitarrenkünste aufzufrischen und selbst politische Lieder zu gestalten.
2016 veröffentlichte er unter dem Projektnamen Trubartic - Lieder gegen Menschenverachtung seine ersten Videos bei YouTube und Facebook. Daraus entstand 2023 eine CD mit 14 Songs, die er seitdem kostenfrei auf Hutkonzert-Touren durch Deutschland verteilt. Auf seiner aktuellen Tournee stellt er nun sein zweites Album vor, mit dem Titel „Oma schickt mich!". Drei der enthaltenen Lieder haben einen direkten Bezug zur zivilgesellschaftlichen Initiative Omas Gegen Rechts.
Trubartic nimmt in klassischer Liedermacher-Tradion kein Blatt vor den Mund. Sehr deutlich singt er Lieder gegen Krieg, gegen Diktaturbrutalismus, gegen Nationalismus, gegen Rassismus, gegen Sexismus, gegen Antisemitismus, gegen politischen und religiösen Fanatismus, gegen internationale Armutsförderung, gegen Klimawandelleugnung, gegen Sozialstaatsabbau, gegen Menschen- und Umweltverachtung.
Er singt aber genauso auch für Frieden, für Nächstenhilfe, für Solidarität, für Demokratie, in Verantwortung für die nächsten Generationen und unseren wundervollen Planeten.
Hier geht es zu seiner Webseite.
Auf Einladung der Omas Gegen Rechts Werder (Havel) kommt Trubartic erstmals ins Uferhaus im Uferwerk.
Trubartic
Lieder von mutigen Menschen und besseren Zeiten
Freitag, 05. Juni 2026, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
In Halberstadt geboren, lebt und studierte Johannes Wasikowski seit 2016 in Leipzig. Neo-Klassik nennt man die zeitgenössische Klaviermusik des Komponisten und Pianisten. Etwas zwischen Klassik, Jazz und Ambient-Pop.
Johannes Wasikowski spielt auf seinem Debüt-Album TAUMORGEN wunderbar sparsame melodische Figuren, die den Hörer aus der Zeit regelrecht herauskatapultieren. Dem Pianisten gelingen diese Miniaturen zwischen Spätromantik und Impressionismus in einer gewissen Eleganz, die zugleich etwas abwesendes und sehr persönliches vermitteln, als sei das Intonierte aus einer anderen Welt. (Kulturkomplott)
Inspiriert von Musikern wie Nils Frahm, Hania Rani und Tigran Hamasyan sind seine Kompositionen voller Klarheit. Introvertierte Schätze. Landschaften zum Hören. Wasikowski bringt mit seiner herausragenden Technik, Spielfreude und Kompositionstiefe eine neue Dimension in das Soloklavier-Genre und zeigt, dass durchaus noch Einiges hinzuzufügen ist. Seit 2023 geht Wasikowski regelmäßig mit seinem Programm auf Tour und begeisterte ein Publikum in Deutschland, Polen, Spanien, Italien und Frankreich.
Wir sind nun sehr gespannt auf sein erstes Konzert im Uferhaus im Uferwerk.
Johannes Wasikowski
Neo-Klassik aus Leipzig
Freitag, 29. Mai 2026, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Während die Seen voller und die Motoryachten größer werden, geraten die Ökosysteme unter Druck. Die Frage, wie nachhaltig der Motorbootverkehr auf der Havel ist, stellen sich immer mehr Anwohner:innen.
Das Bündnis Zernsee lädt zur Vorstellung der bundesweiten SuBoLakes-Studie (Sustainable Boating on Lakes) ein. Der Gewässerökologe und Mitautor Dr. Ralf Köhler präsentiert die Studie und diskutiert mit dem Publikum über ökologische Belastungen durch Motorbootverkehr in Werder (Havel), planetare Grenzen und Postwachstum.
Weitere Infos und die Ergebnisse der Studie: www.subolakes.de
Eine Veranstaltung des Bündnis Zernsee (Stadt-Land.Move, NABU Ortsgruppe Werder und der Verein für Landschaftspflege Potsdamer Kulturlandschaft e.V.).
Motorbootverkehr im Fokus
Vortrag und Diskussion zum SuBoLakes-Projekt
Dienstag, 12. Mai 2026, 18 Uhr
(Einlass ab 17:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Die Erzählkünstlerin Antje Kernbach entführt die Zuhörenden in die Welt der Märchen und begibt sich mit ihnen auf eine Reise in das Reich der Phantasie und inneren Bilder.
In einem tschechischen Märchen liebt die Tochter ihren Vater wie Salz und muss zur Strafe ihre Heimat verlassen. In einem anderen hat der Bucklige eine Schwanendame als heimliche Liebschaft, die allerdings nichts von ihm wissen will. Und wieder in einem anderen Märchen hoch aus dem Norden opfert die Meerfrau ihr Seehundfell und erleidet Verlust und Wiedergeburt.
Die drei Zaubermärchen werden von Antje Kernbach frei erzählt und von Harfenmusik begleitet.
Für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren.
Gesichter der Liebe
Märchenabend mit Antje Kernbach
Freitag, 08. Mai 2026, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Erinnerungen an Irland und Lateinamerika... from long ago and far away.
Der Musiker Patricio Zeoli wurde in Argentinien geboren, wuchs in Irland auf und lebt seit Längerem in Deutschland. Dieser vielfältige Lebenslauf hat seine künstlerische Entwicklung entscheidend geprägt. Als ehemaliger Student von Abel Carlevaro, Carlo Domeniconi und Eduardo Fernandez, hat er Europa und Nord- wie Südamerika bereist und trat dort als Gitarrist bei zahlreichen Festivals und Musikveranstaltungen auf.
Im Uferhaus im Uferwerk nimmt uns Patricio auf eine Reise durch die irische Musik der letzten drei Jahrhunderte und dem Erbe Lateinamerikas mit.
Seine Musik findet sich auf den bekannten Streaming-Plattformen.
Patricio Zeoli
Klänge der Welt mit Gitarre
Freitag, 24. April 2026, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Ich stehe am Ufer der vereisten Oder. Atme. Ein. Ein. Ein. Bekomme die Luft nicht wieder aus den Lungen gedrückt. Stattdessen kreist weiter die Frage eines Schülers in meinem Kopf: ›Frankfurt lag in der DDR?‹ Mit echtem Erstaunen in seinem Blick. Mein Körper erinnert sich an einen dieser Fahnenappelle im Winter. Gesenkte Köpfe. Angst vor einem Tadel. Auch vor Lob. Die erlösende Klingel. Ausatmen. Aus. Aus. Die Oder fließt ins Baltische Meer. Meine Gedanken folgen den Fischen durch Raum und Zeit.
Im „Superwahljahr“ 2024 startete ein außergewöhnliches literarisch-soziologisches Projekt. Mit Manja Präkels, Tina Pruschmann und Barbara Thériault schickte die Universität Leipzig drei namhafte Autorinnen als „Überlandschreiberinnen“ aus, um im Umfeld der Landtagswahlen die Stimmung in Sachsen, Thüringen und Brandenburg zu ergründen, verborgene gesellschaftliche Brüche und Kipppunkte sichtbar zu machen.
Manja Präkels besuchte dafür gezielt zivilgesellschaftliche Initiativen und Brennpunkte in Brandenburg, Tina Pruschmann fuhr mit dem Fahrrad in entlegene Regionen im sächsischen Erzgebirge und Barbara Thériault heuerte als Lokaljournalistin bei einer thüringischen Zeitung an, während Projektleiter Alexander Leistner mentale Entwicklungslinien in Ostdeutschland in den Blick nahm, deren Anfänge teils noch vor 1989 zu verorten sind.
Das daraus entstandene Buch „Extremwetterlagen. Reportagen aus einem neuen Deutschland“ (Verbrecher Verlag, 2025) versammelt viele der so entstandenen Texte über Menschen, die wegsehen und schweigen, und solche, die tagtäglich ihr Bestes geben, um im tobenden Sturm der Umwertung aller Werte weiter gegen den Wind zu atmen.
In Begleitung ihres Bandkollegen Benjamin Hiesinger am Kontrabass stellt Manja Präkels das Buch nun im Uferhaus im Uferwerk vor. Dabei liest und singt sie auch weitere literarische Texte, die bei ihren Recherchefahrten durch Brandenburg entstanden.
Manja Präkels, 1974 in Zehdenick/Mark geboren, lebt als freie Autorin, Komponistin und Sängerin der Band Der Singende Tresen in Berlin. Ihr in mehrere Sprachen übersetzter Debütroman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ (Verbrecher Verlag) wurde u.a. mit dem Anna Seghers Preis 2018 und dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 ausgezeichnet.
Benjamin Hiesinger, 1980 in Memmingen geboren, lebt als Musiker und mehrfach ausgezeichneter Komponist in Berlin. Seit 2005 ist er festes Mitglied von Manja Präkels Band Der Singende Tresen.
Gegen den Wind atmen. Texte aus und von politischen „Extremwetterlagen“
Musikalische Lesung mit Manja Präkels (Texte, Ukulele, Gesang) und
Benjamin Hiesinger (Kontrabass)
Freitag, 27. März 2026, 19 Uhr
(Einlass 18:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Eine Veranstaltung des Aktionsbündnis Weltoffenes Werder in Kooperation mit dem Uferhaus im Uferwerk. Gefördert durch die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung.
Seit Ende 2024 ist die Uferwerk eG Teil des Forschungsprojekts Bestand gemeinschaftlich nutzen – Perspektiven für Familien (BegeFa). In dieser Kooperation des Deutschen Jugendinstitut e.V. (DJI) und der Professur für Urban Design der Technischen Universität München (TUM) wird einerseits erforscht, wie Familien ihren Alltag zwischen Erwerbsarbeit, Carearbeit und Gemeinschaftsleben gestalten – und welche Rolle das gemeinschaftliche Wohnen dabei spielt.
Untersucht werden andererseits auch die Potenziale und Hemmnisse der gemeinschaftlichen Aktivierung und Umnutzung von Bestandsgebäuden unterschiedlicher Bauperioden und Typologien in Deutschland. Welchen Beitrag leisten diese zur Bauwende im Kontext der Klimakrise und welche Möglichkeiten bieten kleinteilige Nutzungsmischung, etwa die Verbindung von Wohnen und Arbeiten oder Sharing-Angebote für Familien?
Zudem interessiert die Forscherinnen auch die Perspektive der Kinder und Jugendlichen: Wie erleben sie das Aufwachsen in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt? Welche Beteiligungsmöglichkeiten haben sie? Und wie nehmen sie ihre arbeitenden Eltern im Wohnprojekt wahr?
Im Mittelpunkt der Forschung stehen Wohnprojekte, die bestehende Gebäude – etwa ehemalige Gutshöfe, Industriegebäude oder Klöster – gemeinschaftlich umbauen und neu beleben und neben Wohnräumen auch weitere Nutzungen wie Werkstätten, Ateliers, Co-Working, Landwirtschaft, Kinderbetreuung realisieren.
Im Herbst 2025 erschienen die Ergebnisse des ersten Teils der Studie. Hier zu finden: BegeFa-1: Ergebnisse einer explorativen Studie
Wir freuen uns, dass wir zur Vorstellung und Diskussion dieses Zwischenstands die drei Forscherinnen Lisa Abbenhardt, Elena Knuth-Pollok und Nele Ziegler aus München an diesem Abend im Uferhaus im Uferwerk begrüßen können. Nach einem Rückblick auf die bisherigen Erkenntnisse, geben die drei auch einen Ausblick auf den zweiten Teil der Untersuchungen, für den das Uferwerk als eines von vier bundesweiten Fallbeispielen ausgewählt wurde.
Eingeladen sind alle, die sich für das Leben in Wohnprojekten interessieren oder sogar selbst Erfahrungen beisteuern können!
Bestand gemeinschaftlich nutzen – Perspektiven für Familien?
Diskussion eines Forschungsprojekts von TUM und DJI
Freitag, 20. März 2026, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Der Filmemacher Jens Lüstraeten begleitete das partizipatorische Kunstprojekt Ziegel, die die Welt bedeuten der Künstlerinnen Saskia Glückauf und Sabina Nordalm. Es verknüpft kulturelles Erbe mit gelebter Diversität sowie Fragen nach Herkunft und demokratischer Praxis. Mit der Kulturterrasse ist daraus ein neuer potentieller Ort entstanden.
Im Anschluss an den Film kommen wir u. a. zu folgenden Fragen ins Gespräch:
Wie nehmen wir als Bürger:innen den öffentlichen Raum war? Wer oder was prägt den öffentlichen Raum? Wie wollen wir den öffentlichen Raum gestalten? Welche Möglichkeiten haben wir als Einwohner:innen einer Stadt?
Weitere Infos zu den beteiligten Künstler:innen:
Jens Lüstraeten
Saskia Glückauf
Sabina Nordham
Ziegel, die die Welt bedeuten
Film und Diskussion mit Jens Lüstraeten, Saskia Glückauf und Sabina Nordalm
Freitag, 27. Februar 2026, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Lorna Johannsen und Jobst Heitzig lesen aus dem dritten Teil ihrer Telegrafenbergkrimi-Reihe um den queeren Mathematiker Dr. Luzian Keller.
Das Potsdamer Wissenschaftsmilieu ist Ausgangspunkt der Kriminalfälle, in die er und eine Gruppe sehr verschiedener Menschen verwickelt werden. Schwarmintelligenz findet noch immer eine Lösung. Erkenntnisse der Klimafolgenforschung sind ebenso Teil der Krimis wie Aspekte queeren Lebens in Brandenburg und anderswo. Nicht jeder, der auftaucht, ist real, nobody is perfect, kein Grund für Keller, aufzugeben. Hilfe kommt von unerwarteter Seite, auch Killer haben Gefühle.
Im dritten Teil der Reihe arbeitet Luzian Keller zwar immer noch auf dem Telegrafenberg, aber ein Forschungsprojekt führt ihn bis nach Marseille, dort brennen im Umland nicht nur die Pinien. In Potsdam schlugen Keller Flammen des Hasses entgegen, schwul und aktiv zu sein ist inzwischen brandgefährlich. Keller ergreift seine Chance, von der Bildfläche zu verschwinden, raus aus der Gefahrenzone, und gerät an andere Brandherde als er erwartet.
Lorna Elijahu Johannsen, nonbinär, an der Elbe geboren, seit den neunziger Jahren mit Lebensmittelpunkt in Berlin, mit Spielbein in Wien, Wittstock und Marseille, hat die Drehbuchschreiberei erlernt und schreibt Romane, Krimis, Geschichten für Kinder und Lyrik.
Jobst Heitzig ist Mathematiker am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und forscht zur langfristigen Entwicklung von Natur und Gesellschaft, zu komplexen dynamischen Systemen, zu Möglichkeiten für kooperatives Handeln, und daran, wie man künstliche Intelligenz sicher machen kann.
Weitere Infos zur Reihe auf der Seite des Verlags.
Le Feu oder der Aufbruch
Lesung mit Lorna Johannsen und Jobst Heitzig
Freitag, 6. Februar 2026, 20 Uhr
(Einlass 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
„Wenn ich mich ausziehe, sehe ich aus wie du.“
Mit der Berliner Band Paula Paula kommt, wie sie es nennen, Indiepopcorn ins Uferhaus! Nach zwei Jahren auf Achse in voller Bandbesetzung drehen Marlène Colle und Kristina Koropecki im Duo jetzt eine kleine, feine Extra-Runde.
In ihrem tendermess-Programm widmen sie sich all den Zwischentönen, die unser Leben zart, chaotisch, zerbrechlich und aufregend machen.
Die in Neukölln geborene Frontsängerin Marlène liebt es, in ihren Texten den Finger in die Wunden unserer aufgeklärten Gesellschaft zu legen. Auf deutsch, englisch und französisch besingt sie alles, was noch nicht stimmt, wo wir noch nicht angekommen sind, was noch nicht frei ist.
Die knallbunte Mischung aus Keys, Synths, Cello, Akustikgitarre und zwei perfekt ineinander verwobenen Stimmen bringt alles mit, um die Geister einzusammeln und sie so schnell nicht wieder loszulassen.
„Tut ein bisschen weh, macht aber auch richtig Freude. Ziemlich heilsam also.“
(SCHALL. Musikmagazin)
Wir freuen uns sehr, dass Marlène und Kristina zum zweiten Mal den Weg zu uns nach Werder finden!
Paula Paula
Indiepopcorn aus Neukölln
Samstag, 24. Januar 2026, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Immer freitags probt unter der Leitung von Sabine Beer das Erwachsenen-Streicher-Ensemble Giocoso der Kreismusikschule Potsdam-Mittelmark "Engelbert Humberdinck" in Werder (Havel).
Sie spielen Werke des Barock, aber auch Musik zeitgenössischer und anderer europäischer Komponist:innen.
Nach ihrer Probe laden sie diesmal neugierige Hörer:innen zum vorweihnachtlichen Konzert ins Uferhaus ein.
Giocoso
Erwachsenen-Streicher-Ensemble aus Werder (Havel)
Freitag, 19. Dezember 2025, 18 Uhr
(Einlass ab 17:45 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Lauscht den alten Mythen und Märchen, die von der dunkelsten Zeit des Jahres erzählen. In dieser Zeit erschienen geheimnisvolle Wesen, die nicht von dieser Welt stammten. Manche wurden mit großen Vorbereitungen empfangen, wie die „Hohe Frau“, die das Leben der Menschen erneuern sollte. Oder es ließ sich ganz unerwartet die „Heilige Lucia“ blicken und erfüllte einen Wunsch. Immer wieder hatten die Schicksalsgöttinnen ihre Finger im Spiel, auch wenn sie als Spinnerinnen daher kamen.
Taucht in die vielschichtigen Bilder ein und lasst Euch von der Erzählkünstlerin Antje Kernbach verzaubern.
Für Erwachsene und Kinder ab 9 Jahren.
Magische Winternächte
Geschichten-Abend mit Antje Kernbach
Freitag, 12. Dezember 2025, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Sowohl die deutsch-iranische Pianistin Elham Peyman als auch Saxophonist Ralf Benschu haben jeweils eine bemerkenswerte musikalische Karriere hinter sich. Seit einiger Zeit spielen sie auch gemeinsam Crossover-Konzerte und interpretieren Werke von Fauré, Schütz, Milhaud, Iturralde, Matitia, Binge sowie irische und albanische Stücke.
Elham Peyman & Ralf Benschu
Crossover-Konzert - Saxophon, Klavier
Dienstag, 09. Dezember 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
SeiGone ist abgeleitet von "Saigon", dem ehemaligen Namen der Hauptstadt Vietnams, dem Heimatland ihres Vaters. "Sei" steht für "sein" in ihrer Muttersprache Deutsch.
Melanie SeiGone beschreibt ihre Musik als poetischen Folk. Die englischen und französischen Texte und die Melodien der Lieder sind inspiriert von Spaziergängen, Fahrten und Reisen, von der Unruhe und dem Wunsch, Erfahrungen, Gedanken und Gefühle in Form und Klang zu bringen.
SeiGone
Poetischer Folk mit Melanie Seigone - Gesang und Gitarre
Freitag, 21. November 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht am 9. November lädt das Aktionsbündnis Weltoffenes Werder zu einem öffentlichen Gedenken an den Stolpersteinen der Familie Fleck ein. Das Ehepaar Oscar und Margarete Fleck lebte mit ihren Söhnen Werner und Heinrich von 1930 bis 1940 in der Nachbarschaft des Uferwerks am Zernsee in Werder (Havel).
Während der Novemberpogrome 1938 wurden im ganzen Land Synagogen, jüdische Friedhöfe, Geschäfte und Wohnungen jüdischer Menschen von den Nazis überfallen. Hunderte Jüdinnen und Juden wurden ermordet und zehntausende in Konzentrationslager deportiert. Auch in Werder waren rund um den 09.11.1938 NS-Schlägertrupps mit Äxten bewaffnet unterwegs und drangen in zahlreiche Wohnungen und Geschäfte ein, bedrohten jüdische Menschen und hinterließen eine immense Verwüstung. Diese gewaltsamen Übergriffe markierten den Übergang von der Diskriminierung jüdischer Menschen ab 1933 hin zu ihrer systematischen Enteignung, Vertreibung und schließlich Ermordung.
Am 11. November 1938 drangen sieben Männer, mit Feuerwehräxten bewaffnet, um 6 Uhr früh auch in die Villa der Familie Fleck am Zernsee ein. Sie warfen die Familienmitglieder aus den Betten und zertrümmerten systematisch die Einrichtung. Die Söhne wurden an diesem Tag im Vorortzug von Werder nach Berlin von Mitschülern so verprügelt, dass sich Werner davon körperlich und seelisch nie mehr erholen konnte.
Von der Familie überlebte allein Heinrich Fleck in London die Verfolgung, indem er kurz vor Kriegsbeginn mit einem Kindertransport nach England kam. Oscar Fleck kam 1940 ins KZ Sachsenhausen, erkrankte dort schwer und starb kurz nach seiner Entlassung. Margarete Fleck wurde 1943 nach Theresienstadt verschleppt und ein Jahr später nach Auschwitz deportiert und ermordet. Ihr Sohn Werner Fleck wurde 1943 nach Auschwitz deportiert und ermordet.
An den 2023 verlegten Stoplersteinen der Familie Fleck vor ihrem heute nicht mehr existierenden Wohnhaus in der Straße Am Zernsee 5 gedenken wir 14:30 Uhr ihrer Verfolgung und Ermordung. Im Anschluss erinnern wir um 15 Uhr im Uferhaus bei einer Lesung, Musik und Gespräch an die Familie und an den in diesem Jahr verstorbenen Holocaust-Überlebenden Walter Frankenstein.
Mehr Informationen über die Familie Fleck und weitere Jüdische Schicksale in Werder finden sich hier: www.juedische-schicksale-werder.de/familie-fleck
Stolpersteine der Familie Fleck
Erinnern & Gedenken an die Novemberpogrome
Sonntag, 09. November 2025, 15 Uhr
(14:30 Uhr Gedenken an Familie Fleck, Am Zernsee 5)
Seit 17 Jahren spielen Darius Blaskiwitz (Violine), Peter Grossmann (Violine), Tatjana Ollnow (Viola) und Cornelia Börngen (Violoncello) zusammen als Darius-Quartett.
Bei ihrem ersten Konzert im Uferhaus im Uferwerk in Werder, wollen die vier einen programmatischen Spagat zwischen einem zeitgenössischen musikalischen Grenzgänger und dem vielleicht größten Komponisten aller Zeiten (nein, nicht Dieter Bohlen) wagen:
- Streichquartett Nr. 20 (KV 499) in D-Dur von W. A. Mozart
- 3 Lieder aus der Renaissance-Zeit (bearbeitet für Streichquartett)
- 5. Streichquartett von Philip Glass
Darius-Quartett
Konzert mit vier Streicher:innen
Freitag, 24. Oktober 2025, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
In Kyoto geboren und aufgewachsen, begann Cota im Alter von 12 Jahren Gitarre zu spielen. Bald entdeckte er seine Begeisterung für Blues und Classic Rock. Als Jugendlicher gründete er die Rockband Frying Dutchman, die auf Festivals und Konzerten in verschiedenen Teilen Japans auftrat und schließlich durch die Welt tourte… die Niederlande, Israel, Frankreich und Deutschland. Im Jahr 2011 veröffentlichten Frying Dutchman die Single „Human Error“. Seitdem wurde der Song über 1 Million Mal auf YouTube gehört. Nach dem Erfolg ihrer Single veröffentlichte die Band 2012 ihr zweites Studioalbum mit dem Titel „Chinpunkanpun“ und begeisterte seitdem große Rockfestivals in Japan wie das „Fuji Rock“ und „Rising sun“.
Auf der Suche nach neuen Möglichkeiten für seine Musik entschied sich Cota 2015, nach Berlin zu ziehen. Seitdem ist er in vielen Bands und Projekten wie Cooking your Life, Felidae und YY aktiv und ist gleichzeitig als Solokünstler und Gitarrenlehrer tätig.
Wir freuen uns, dass Cota - als Solist mit Gesang und Gitarre - auch den Weg zu uns nach Werder findet.
Cota
Blues aus Japan - japanisch, englisch, deutsch
Freitag, 17. Oktober 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
Seit 2010 renaturiert der NABU-Bundesverband die Untere Havel. Es handelt sich um das größte Flussrenaturierungsprojekt Europas. Der Projektleiter Rocco Buchta wird über das Projekt und dessen bisherige Erfolge berichten.
Im zweiten Teil des Abends zeigen wir den Film „Ungezähmt – Im Fluss des Lebens“ (Dokumentation, 43 Minuten, 2024) von Uwe Müller:
Flüsse können zur Gefahr werden, wie die Hochwasserkatastrophen der letzten Jahre gezeigt haben. Oft sind sie selbst gefährdet, da sie ihren Naturzustand verloren haben. Die meisten Flüsse in Deutschland sind begradigt, verrohrt oder durch Stauwerke unterbrochen. Dieser Film erzählt von einem Fluss, der noch ein Fluss des Lebens sein darf, ungezügelt fließt und lebensnotwendige Nährstoffe und Sauerstoff in seine Kreisläufe einspeist. Er schafft Biotope für Kies- und Krautlaicher und erhält Auwälder. Mit Drohnen- und Makroaufnahmen werden Otter, Flussregenpfeifer und andere Lebewesen eingefangen. Freifließende Flusslandschaften sind komplexe Lebensräume, in denen Austrocknung und Überschwemmungen Voraussetzung für Artenvielfalt sind. Hier gibt es keine „Katastrophen“, solange die natürliche Balance gewahrt bleibt. Gesprochen von Elke Heidenreich.
Das anschließende Publikumsgespräch mit Rocco Buchta moderiert Sabine Abraham, FÖN e.V.
Weitere Infos: https://oekofilmtour.de/termine/1265
Ungezähmt – Im Fluss des Lebens
Vortrag und Filmgespräch
Freitag, 01. August 2025, 18 Uhr
(Einlass ab 17:30 Uhr)
Eine Veranstaltung des Fördervereins für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz FÖN e.V. in Kooperation mit Stadt-Land.Move und der NABU-Ortsgruppe Werder.
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
Für ein Jahr Kind und Kegel einpacken und ab nach Südfrankreich, um dort ein Haus umzubauen. Linus und Tina aus dem Uferwerk haben das mit ihren vier Kindern gewagt und unterwegs noch ein fünftes bekommen. Über ihre Erfahrungen und den Umbau des Hauses in Sainte-Marie-de-Gosse haben sie regelmäßig auf ihrem Youtube-Kanal berichtet. Nun sind sie wieder zurück und ziehen ein erstes Resümee.
Hier geht's zu ihren Videos: https://www.youtube.com/@oinatao
Auswandern auf Zeit
Unser Jahr in Frankreich - Tina, Linus und Co. berichten
Freitag, 19. September 2025, 20:00 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
Hast du was gemacht, das einen Sinn hatte? Oder hast du nur im Büro gesessen und Listen ausgedruckt?
In einer Welt, in der alles unsicher ist, gibt es eine einzige Gewissheit, die wir haben: Alles, was lebt, wird sterben. Der Tod ist das immer gleiche Ergebnis nach egal welchem Leben. Niemand kann behaupten, er habe nichts gewusst.
Also reden wir darüber!, findet die Autorin Sonja Hartwig und erzählt in „Wer bist du, Tod?“ Geschichten von Leben. Sie hat acht Menschen, die wussten, dass sie bald sterben werden, intensiv in ihrer letzten Zeit begleitet. Auf die Frage nach dem Tod geben sie individuelle, intime Antworten – ein Kanon, der schonungslos ist, schmerzvoll, zart, tiefgründig und lebensverändernd.
Wir freuen uns, Sonja Hartwig, die seit Kurzem mit ihrer Familie in Werder lebt, zu dieser Lesung begrüßen zu können.
Wer bist du, Tod?
Lesung mit der Autorin Sonja Hartwig
Sonntag, 14. September 2025, 19:30 Uhr
(Einlass ab 19 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
Subsystem sind Tieftonspezialisten. Ideenreich, gewitzt und virtuos loten die beiden Musiker aus Berlin die Möglichkeiten von Baritonsaxophon und Kontrabass aus. Die tiefen Klänge der großen Instrumente, die sonst nur selten einzeln zu hören sind, kommen in dieser Duobesetzung voll zur Geltung. In den Kompositionen der beiden treffen funkige Riffs, afrikanische Grooves und energetische Solos in bester Jazztradition auf folkloristische Melodien, feinsinnig gewebte Klangteppiche und skurrilen Humor. Im fließenden Übergang zwischen Improvisation und Komposition entfaltet das Duo einen Reichtum von Spielmöglichkeiten, der die minimalistische Besetzung vergessen lässt.
Almut Schlichting und Sven Hinse spielen seit 20 Jahren in verschiedenen Bands zusammen, davon 10 Jahre im Duo Subsystem. Das Ergebnis ist eine traumwandlerische Sicherheit im Zusammenspiel, die im Dialog der beiden tiefen Instrumente in den Konzerten und auf den drei CDs „Unterholz“ (2016), „Schneekönig“ (2019) und „Drei“ (2022) eindrucksvoll hörbar wird.
Zum Reinhören: https://www.subsystem-berlin.de/video-audio/
Subsystem
Almut Schlichting (Baritonsaxophon) und Sven Hinse (Kontrabass)
Freitag, 01. August 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
„Im Urbanen Dorf Webergut in Zollikofen entsteht ein Lebensraum, der Nachhaltigkeit und Gemeinschaft vereint. Auf über 12'000 m² werden Wohnen, Arbeiten und Lernen zu einem Miteinander verbunden. Bereits heute gestalten Menschen aus der Region das Projekt aktiv durch Pioniernutzungen mit. So gibt es bereits in der Zwischennutzung einen Coworking Space, eine Quartier-Werkstatt und einen Mitgliederladen. In Gemeinschaft entsteht hier ein Ort, der Visionen für ein neues urbanes Leben Wirklichkeit werden lässt.“
Matthias und Christa-Maria Tobler sind Teil des Projekt-Teams und Dorfpioniere und zur Zeit Gäste in der Uferwerk eG.
Weitere Infos zu „Urbanen Dörfern“ findet ihr hier: https://www.urbanedoerfer.ch/
Und speziell zum „Webergut“ gibt’s einen beeindruckenden Film.
Urbane Dörfer - eine Schweizer Genossenschaft
Präsentation und Austausch mit Matthias und Christa-Maria Tobler
Freitag, 11. Juli 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
Wir laden Freund:innen und Nachbar:innen ins Uferwerk ein, um den Baubeginn vor 10 Jahren und den Sommer gemeinsam zu feiern. Kommt!
Und bringt was für unser Büffet mit!
Samstag, 28. Juni 2025, ab 15 Uhr
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!
Sein Berufsleben hat der promovierte Biologe Hajo Mader dem Naturschutz vor allem in Brandenburg gewidmet. Seine Beratertätigkeiten führten ihn aber auch nach Paraguay, Kasachstan, Algerien und immer wieder China, vor allem nach Tibet. Geprägt von diesen Erfahrungen und ausgestattet mit einem Blick für die Verletzlichkeit der Natur geht es in seinen Romanen um die Konflikte zwischen Umweltschutz und den alles beherrschenden Wirtschaftsinteressen.
Der Roman „Rote Krähen im Tibet“ (2015) versucht das China unserer Tage zu erfassen – seine Geschichte, seine Unzulänglichkeiten, die Sanftmut der tibetischen Bergbewohner im Kontrast zur Brutalität und Korruption der chinesischen Behörden. Ein Verbrechen zerstört das Leben einer jungen, erfolgreichen Frau. Sie rächt sich und muss fliehen. Das ist die kürzeste denkbare Inhaltsbeschreibung. Aber das Leben ist voller Vielfalt und Überraschungen. Die Götter der Berge sind allgegenwärtig, Mönche treiben ein undurchsichtiges Spiel, ein Bus stürzt ins Tal, voll besetzt mit tibetischen Bergarbeitern und der verzweifelte Großvater der jungen Frau greift zur Waffe, die er als kleiner Junge in den Bergen gefunden hatte.
Hajo Mader, geboren 1944 in Bad Homburg, lebt seit vielen Jahren in Glindow und liest uns aus seinem Roman vor.
http://hajomader.de/
Hajo Mader
Umwelt-Krimis eines Glindowers
Freitag, 20. Juni 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.
Seit Jahren gehört der Dichter, Prosaist und Spoken-Word-Artist Alexander Delphinov zu den wichtigsten zeitgenössischen, russischsprachigen Poeten. 1971 in Moskau geboren, lebt er seit 2001 in Deutschland. 2009 gründet er in Berlin den unabhängigen Kulturcluster PANDA platforma mit. 15 Bücher sind bereits von ihm auf Russisch erschienen. Vor kurzem wurden endlich zwei Bücher auf Deutsch veröffentlicht: „Der verborgene Fluss” und „Smirnovs Ausnahmefall”. Aus beiden Büchern trägt Delphinov an diesem Abend Auszüge vor.
Nach der Lesung hoffen wir auf eine Diskussion über moderne Literatur und die translinguale Kultur. Fragen (und Antworten) aus dem Publikum sind jederzeit willkommen.
http://delphinov.net
Alexander Delphinov
präsentiert seine deutschen Bücher
Freitag, 23. Mai 2025, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen.

Weitere Infos zu den Büchern:
Der verborgene Fluss
Tweeback Verlag (2023)
Von Kapitel zu Kapitel werden die Leser:innen in einen Mikrokosmos einbezogen, der exemplarisch die Gesellschaft der späten Sowjetunion schildert. Dieselben Figuren kehren in wechselnden Konstellationen immer wieder, so dass dieser Reigen insgesamt romanhafte Züge annimmt: realistisch, surrealistisch, magisch realistisch, mit phantastischen Zügen, abwechslungsreich wie das Leben selbst.
https://tweeback.com/katalog/verborgene-fluss
Smirnovs Ausnahmefall
hochroth Berlin (2024)
Vieles dreht sich darin um die autofiktionale Figur Smirnov: seine von Gewalterlebnissen gezeichnete Kindheit in der späten Sowjetunion, sein Leben mit psychiatrischen Diagnosen, sein ironisch gebrochener Umgang mit Identitätsfragen. Doch es sind auch viele anderen Stimmen zu hören – der Putinversteher Michael schwärmt von »geilen Bars« in St. Petersburg, ein prophetischer Taxifahrer sieht die Welt in Flammen aufgehen, ein grotesker Chor von Besuchern des Rossija-Supermarkts tritt ein.
https://www.hochroth.de/8835/alexander-delphinov-smirnovs-ausnahmefall/
Mit zehn Jahren holt er die Gitarre des Vaters hinterm Schrank hervor und gibt sie seitdem nicht mehr her. Als Erzähler zwischen den Welten erobert Viktor Hoffmann dann zahlreiche Poetry-Slam Bühnen. Im Auftritt heute etwas sanfter, pendeln seine Lieder zwischen Alltagsmelancholie, schwärmender Liebelei und Identitätssuche.
Geboren in der Sowjetunion, wächst er ab 1991 in Deutschland auf und studiert in Weimar, Wien und Rom. Seit 20 Jahren lebt und arbeitet Hoffmann in Berlin als Architekt, Filmemacher, Textdichter und Komponist.
Für eines seiner selten Konzerte kommt er nun nach Werder.
https://soundcloud.com/viktor_hoffmann
Viktor Hoffmann
Lieder, Gedichte, Gitarrenstücke
Freitag, 21. März, 20 Uhr
(Einlass ab 19:30 Uhr)
Eintritt frei. Spenden sind wie immer willkommen!